Die offensichtliche Antwort ist natürlich: 40% sind mehr als 30%.
Es geht jetzt aber um etwas nicht so offensichtliches.
Häufig kommt es vor, dass Berater von unterschiedlichen Network Unternehmen sich austauschen und es zu folgendem Dialog kommt.
Networker A: bei uns verdienst du 30% Provision.
Networker B: bei uns bekommst du aber sogar 40%!
Und Networker B denkt zunächst, dass man in seinem Unternehmen mehr verdient. Ein häufiger Irrtum, denn eine Sache ist hier nicht erwähnt: handelt es sich um die Handelsspanne oder den Kalkulationszuschlag?
Der Unterschied zwischen Handelsspanne und Kalkulationszuschlag
Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen ist, wie ihre Berechnung zustande kommt.
Eine Handelsspanne wird von einem Endpreis aus berechnet.
Der Kalkulationszuschlag wird in der Kalkulation aufgeschlagen, um zu einem Endpreis zu kommen.
Einfacher wird das ganze mit einem Beispiel:
Sagen wir, wir haben einen Produktpreis von 100,- und einen Verdienst von 30,-.
Welcher Handelsspanne entsprechen diese 30,- und welchem Kalkulationszuschlag?
Handelsspanne
wird „von oben nach unten“ gerechnet
Produktpreis: 100,-
Verdienst: 30,-
Einkaufspreis: 70,-
Handelsspanne: 30%
Wir rechnen hier von oben (100,-) nach unten (70,-). Die Differenz beträgt 30,-. Und 30 von 100 sind 30%.
Kalkulationszuschlag
wird „von unten nach oben“ gerechnet
Produktpreis: 100,-
Verdienst: 30,-
Einkaufspreis: 70,-
Kalkulationszuschlag: 42,86%
Wir rechnen von unten (70,-) nach oben (100,-). Die Differenz beträgt auch hier 30,-, aber wir müssen 42,86% auf die 70,- aufschlagen, um 100,- als Produktpreis zu erreichen.
Man sieht also an diesem Beispiel, dass es einen Unterschied macht, was die Grundlage / Basis für die Berechnung ist.
In beiden Fällen verdient ein Partner 30,-, aber prozentual ist es ein großer Unterschied.
Viele Network Firmen erwähnen nicht, was die Grundlage ihrer Berechnung ist und das führt dann zu falscher Argumentation, in welcher Firma man mehr Geld verdient. Ganz abgesehen davon, dass das Geld zweitrangig sein sollte, weil es in erster Linie eine Firma braucht, hinter deren Philosophie, Produkten und Ethik ich stehen kann.
Fatal ist an diesem Beispiel aber auch folgendes zu sehen:
Networker A ist bei einer Firma, die mit 30% Handelsspanne arbeitet.
Networker B ist bei einer Firma, die mit 40% Kalkulationszuschlag arbeitet.
Wir wir am Beispiel gesehen haben, braucht es bei Networker B aber 42,86% Kalkulationszuschlag, damit er denselben Verdienst von 30,- auf seine Produkte hat, wie es bei Networker A der Fall ist.
Hat Networker B also tatsächlich 40% Kalkulationszuschlag, hat er unter dem Strich weniger Verdienst als Networker A. Denn um exakt 40% aufzuschlagen, um auf 100,- Verkaufspreis zu kommen, beträgt der Einkaufspreis (eigentlich Einstandspreis) 71,43.
In absoluten Zahlen verdient Networker B bei 40% Kalkulationszuschlag hier also 28,57 statt 30,- wie Networker A.
Oder einfacher gesagt: 30% sind mehr als 40%. Je nachdem, von welcher Basis aus man rechnet.
Deshalb achte darauf, wie die Berechnungsgrundlage ist und lass dich nicht auf das reine Argument „bei uns verdienst du aber 40%“ ein. Auch dann nicht, wenn die 40% tatsächlich ebenfalls die Handelsspanne darstellen.
Denn du brauchst eine Firma und Produkte, die du magst, hinter denen du stehen kannst und wo du dich nicht verstecken brauchst. Platinum Europe ist eine solche Firma.
Vielleicht magst du ja mal mit einem Berater in deiner Nähe sprechen?