Lactase ist ein Enzym, das natürlicherweise in bestimmten Mikroorganismen und im Verdauungstrakt von Säugetieren vorkommt und für den Abbau von Milchzucker (Laktose) verantwortlich ist. Es wird traditionell nicht als Lebensmittel selbst genutzt, sondern seine Wirkung wird über die Verarbeitung von Milchprodukten sichtbar, etwa bei der Herstellung von laktosefreien Milchprodukten. Die Lactase-Technologie erlaubt es, Milch und Milchprodukte auch für Personen mit Laktoseempfindlichkeiten leichter verdaulich zu machen, ohne den Nährstoffgehalt zu verändern.
In der traditionellen Verwendung wurde der Milchzucker durch natürliche Fermentation in Joghurt, Kefir oder Käse teilweise abgebaut, da die Mikroorganismen in diesen Produkten Laktose zersetzen. Diese fermentierten Milchprodukte sind seit Jahrhunderten Bestandteil verschiedenster kulinarischer Traditionen weltweit und zeigen, wie Enzyme wie Lactase schon lange indirekt in der Ernährung genutzt wurden.
In der modernen Herstellung, insbesondere im Rahmen biologischer und nachhaltiger Verfahren, wird Lactase häufig mikrobiell produziert. Dabei werden ausgewählte Mikroorganismen unter kontrollierten Bedingungen fermentiert, um das Enzym zu gewinnen. Anschließend wird es gereinigt und als Pulver, Tabletten oder flüssige Zubereitung aufbereitet. Auf chemische Zusätze wird dabei verzichtet, um ein naturbelassenes und funktionales Produkt zu erhalten, das vielseitig einsetzbar ist.
Lactase selbst hat keinen ausgeprägten Geschmack und kann daher unauffällig in Lebensmittel wie Milch, Milchshakes oder Backwaren integriert werden. Durch seine enzymatische Aktivität ermöglicht es die Nutzung von Milchprodukten in verschiedensten Ernährungsformen und trägt zur Flexibilität in der modernen, proteinreichen und bewussten Ernährung bei, ohne den Geschmack oder die Nährstoffzusammensetzung der Lebensmittel zu verändern.
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