Lipase ist ein Enzym, das natürlicherweise in Mikroorganismen, Pflanzen und tierischen Organismen vorkommt und für den Abbau von Fetten verantwortlich ist. In Lebensmitteln spielt Lipase eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung und Reifung fetthaltiger Produkte, da sie die Spaltung von Triglyzeriden unterstützt und so die Textur und das Aroma von Produkten wie Käse, Butter oder fermentierten Milchprodukten beeinflusst.
Traditionell wurde Lipase nicht isoliert verwendet, sondern über natürliche enzymatische Prozesse in Lebensmitteln genutzt. In der Käseherstellung zum Beispiel trägt das Enzym dazu bei, Fettbestandteile in kleinere Bestandteile zu zerlegen, wodurch Geschmack, Textur und Reifegrad des Käses geprägt werden. Auch in fermentierten Milchprodukten, Backwaren und Ölgewinnung war die Wirkung von Lipasen seit jeher ein Bestandteil traditioneller Produktionsweisen.
In der modernen Herstellung, insbesondere im Rahmen biologischer Verfahren, wird Lipase gezielt aus mikrobiellen Quellen oder aus pflanzlichen bzw. tierischen Rohstoffen gewonnen. Unter kontrollierten Bedingungen werden die Mikroorganismen kultiviert, das Enzym extrahiert, gereinigt und zu Pulver, flüssigen Präparaten oder Granulaten aufbereitet. Chemische Zusätze werden dabei nicht eingesetzt, sodass ein naturbelassenes Produkt entsteht, das seine enzymatischen Eigenschaften bewahrt und vielseitig einsetzbar ist.
Lipase selbst hat keinen ausgeprägten Geschmack, beeinflusst aber durch die enzymatische Spaltung von Fetten die sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln. In der praktischen Anwendung kann das Enzym unauffällig in verschiedenste Lebensmittel integriert werden, um deren Textur, Aroma und Verarbeitungseigenschaften zu unterstützen, während gleichzeitig eine naturbelassene, biologische Produktion im Einklang mit modernen Ernährungsanforderungen gewährleistet bleibt.
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