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Wissenswertes über Vitamine

Lächelnde Frau zwischen bunten frischen Früchten

Im folgenden werden kurz einzelne Vitamine besprochen inkl. wichtiger Quellen und mögliche Mangelsymptome. Diese Aufstellung orientiert sich an gängiger Literatur. Die möglichen Einflussbereiche der Vitamine, wie sie dargestellt werden, stellen keine Wirk- oder Heilaussagen und auch keine offiziellen Health Claims dar. Es wird auch keine Verbindung zu einem Produkt hergestellt. Diese Darstellung dient nur einer allgemeinen Information und Übersicht für Laien. Produkte, die einzelne Inhaltsstoffe haben und damit werben, dürfen nur die offiziell zugelassen Health Claims verwenden. In diesem Artikel werden keine Produkte vorgestellt. Ich bitte den Leser, dies zu beachten und muss in dieser Deutlichkeit auf diese Dinge hinweisen, um gegen keine gesetzlichen Regeln zu verstoßen.

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass es wasserlösliche und fettlösliche Vitamine gibt. Und daraus ergeben sich weitere Folgen.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen:

  • Vitamine der B-Gruppe
  • Vitamin C

Wasserlösliche Vitamine werden sehr schnell im Körperstoffwechsel umgesetzt und auch wieder ausgeschieden. Der Körper kann nur einen geringen Vorrat in den Körperzellen speichern.

Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen:

  • Vitamin A
  • Vitamin D (Cholecalciferol)
  • Vitamin E (Tokopherol)
  • Vitamin K

Fettlösliche Vitamine, die im Nahrungsfett (fetthaltige Pflanzen, Fleischwaren) gelöst sind, können in den Körperzellen vorübergehend gespeichert werden.

Ein Blick auf die Vitamine

Vitamin A (Retinol) – Augen und Haut

Vitamin A ist wichtig:

  • für optimales Sehen
  • für Haut und Schleimhautzellen
  • als Antioxidans
  • für optimale Fließeigenschaft des Blutes
  • Vorbeugung von Krebs

Wichtige Quellen von Vitamin A in der Nahrung:

  • Vitamin A: Rinderleber, Käse, Eigelb, Butter, Margarine
  • Betakarotin: in orangefarbenen Früchten, Karotten, Petersilie, Spinat

Mangelsymptome: Nachtblindheit, Hautschäden, verminderte Infektabwehr

Risikogruppen, bei denen Vitamin-A-Mangel besonders häufig auftritt.
Menschen, die

  • eine Abmagerungsdiät machen
  • an einer Darmerkrankungen leiden
  • Abführmittel verwenden
  • Menschen in der dritten Welt

Die Vitamin-B-Gruppe

Bei den B-Vitaminen sprechen wir von einer Gruppe, da diese Vitamine in der Natur selten isoliert vorkommen und auch in ihrer Wirkungsweise im menschlichen Körper gegenseitig voneinander abhängig sind. Den B-Vitaminen ist gemeinsam, dass sie alle wasserlöslich sind und deswegen rasch vom Körper wieder ausgeschieden werden. Lediglich für das Vitamin B12 wissen wir, dass ein gewisser Vorrat im Körper angelegt werden kann. Es ist daher sinnvoll, die tägliche Ernährung so zu gestalten, dass wir jeden Tag ausreichend mit B-Vitaminen versorgt sind.

Vitamin B1 (Thiamin) Funktion des Vitamins

Vitamin B1 ist wichtig

  • als Co-Faktor für einen der wichtigsten Biokatalysatoren, nämlich ADP = Adenosindiphosphat und somit für den Energiestoffwechsel der Zellen
  • für die Reizleitung der Nervenzellen

Wichtige Quellen von Vitamin B1 in der Nahrung

  • Vollkorngetreideprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Nüsse
  • Fleisch, Eier, Milch

Risikogruppen, bei denen Vitamin-B1 -Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • fast ausschließlich raffinierte Getreideprodukte essen
  • an Darmerkrankungen leiden
  • zu wenig Magensaft produzieren
  • alkoholabhängig sind

Mangelerscheinung: „Beri-Beri“ mit Polyneuropathien (oft bei chronischem Alkoholismus)

Vitamin B2 (Riboflavin)

Funktion des Vitamins
Vitamin B2 ist wichtig für den Zellstoffwechsel und daraus abgeleitet besonders für

  • für die Bildung der Erythrozyten
  • für die optimale Funktion der Haut und Schleimhäute
  • in der Schwangerschaft wichtig für die Embryonalentwicklung

Wichtige Quellen von Vitamin B2 in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Vitamin B2:

  • Käse und andere Milchprodukte
  • Fisch und Fleisch und Blattgemüse
  • Getreide
  • Gemüse (vor allem Spinat, Spargel, Avocados, Brokkoli)

Risikogruppen, bei denen Vitamin-B2-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • an Darmerkrankungen leiden
  • die „Pille“ nehmen
  • Antibiotika nehmen
  • alkoholabhängig sind
  • Dialysepatienten sind

Mangelerscheinung: selten: Anämie, Neigung zu Entzündungen

Vitamin B3 (Niacin oder Nikotinsäure)

Funktion des Vitamins
Vitamin B3 ist wichtig

  • für die Zellenergie (ist Bestandteil des ADP=AdenosinDiphosphat)
  • für den Stoffwechsel der Makronährstoffe
  • für die Verdauung (Produktion von Magensäure und Galle)
  • für die Produktion von Geschlechtshormonen
  • für die Verminderung der Cholesterinproduktion in der Leber
  • für die optimale Nervenfunktion

Wichtige Quellen von Vitamin B3 in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Vitamin B3:

  • Milchprodukte, Eier
  • Fisch und Fleisch
  • Vollkorngetreideprodukte
  • Gemüse (insbesondere Kartoffeln, Tomaten, Petersilie)

Risikogruppen, bei denen Vitamin-B3-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • an Darmerkrankungen leiden
  • an Lebererkrankungen leiden
  • alkoholabhängig sind

Vitamin-B3-Mangelerscheinungen
Schwere Vitamin-B3-Mangelerscheinungen führen zu der so genannten Pellagra, die sich insbesondere durch Juckreiz und entzündliche Haut im Bereich der Hände und des Nackens äußert.

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Funktion des Vitamins
Vitamin B5 ist wichtig

  • für den Stoffwechsel, da Strukturbestandteil des Acetyl-Co-A
  • für die Nerven (beteiligt an der Produktion von Adrenalin, Acetylcholin u. Dopamin)
  • für den Schutz der Haut und Schleimhaut

Wichtige Quellen von Vitamin B5 in der Nahrung Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Vitamin B5:

  • Fleischprodukte (insbesondere Leber und Nieren)
  • Eier
  • Vollkornprodukte
  • Gemüse

Risikogruppen, bei denen Vitamin-B5-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • unter einem erhöhten körperlichen und seelischen Stress stehen
  • Dialysepatienten sind
  • Diabetiker sind

Mangelerscheinung: unbekannt

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Funktion des Vitamins
Vitamin B6 ist wichtig

  • für die Zellstoffwechselfunktion
  • für die Bildung der Erbsubstanz (der Nukleinsäuren)
  • für die Neutralisierung von Homozystein im Stoffwechsel
  • für die optimale Funktion des Gehirns
  • für die Bildung der roten Blutkörperchen
  • für die Abwehr von Infektionen und Krebs

Wichtige Quellen von Vitamin B6 in der Nahrung
Viele Nahrungsmittel enthalten Vitamin B6 in unterschiedlichen Mengen. Die folgenden Nahrungsmittel sind jedoch besonders reich an diesem Vitamin:

  • Eier, Fisch
  • Gemüse (insbesondere Karotten, Erbsen, Spinat, Brokkoli, Kohl)
  • Nüsse
  • Getreideprodukte
  • Obst, vor allem Bananen

Risikogruppen, bei denen Vitamin-B6-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • Dialysepatienten sind
  • Hormonmedikamente, z.B. „die Pille“ nehmen
  • schwanger sind

Mangelerscheinung: Nervenschäden, Hautentzündungen

Vitamin B12 (Cyanocobalamin)

Funktion des Vitamins
Vitamin B12 ist wichtig

  • für die Bildung von roten Blutzellen (bei Fehlen sog. perniziöse Anämie)
  • für die Bildung von Cholin (vitaminähnlicher Zellfaktor) für den Nervenzellstoffwechsel
  • für die Verdauung
  • für den Abbau von Schadstoffen (Entgiftung)

Wichtige Quellen von Vitamin B12 in der Nahrung
Hauptquellen für dieses Vitamin sind Nahrungsmittel tierischer Herkunft. Besonders reichhaltig sind:

  • Leber und Niere von Rind, Schaf und Schwein
  • Fische (Makrele, Hering, Sardinen)
  • Milch (Vollfett- und Halbfettstufe)
  • Eigelb

Risikogruppen, bei denen Vitamin-B12-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • an Magen-Darm-Erkrankungen leiden
  • Antibiotika nehmen
  • rauchen ( =Schadstoffbelastung > Entgiftung)
  • in Großstädten leben ( =Umweltbelastung > Entgiftung von Schadstoffen)

Mangelerscheinung: Anämie (perniziöse Anämie)

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Funktion des Vitamins
Vitamin C ist wichtig

  • für die Kollagenproduktion und die Bindegewebsstabilität für die Wundheilung
  • als Antioxidans
  • für die Hormonproduktion (von Adrenalin, Cortison und Thyroxin)
  • für die optimale Blutgerinnung
  • für eine gute Eisenaufnahme
  • für die Energie im Zellstoffwechsel
  • für die Entgiftung durch die Leber (verbindet sich leicht mit Schadstoffen u. Pharmaka)
  • für den optimalen Glukose-Stoffwechsel bei Diabetikern für die Immunabwehr

Wichtige Quellen von Vitamin C in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Vitamin C:

  • Zitrusfrüchte, vor allem Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit
  • anderes Obst, wie Johannisbeeren, Kiwi und Melonen
  • Gemüse, insbesondere süßer und scharfer Paprika, Petersilie, Brokkoli, Kohl,Tomaten und Salat

Risikogruppen, bei denen Vitamin-C-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • Rauchen
  • unter Stress leiden
  • an Schilddrüsenkrankheiten leiden
  • Diabetiker sind
  • Medikamente nehmen, z.B. Schmerzmittel

Mangelerscheinung: „Skorbut“ (z.B. Zahnfleischbluten, Bindegewebsschwäche)

Vitamin D (Cholecalciferol)

Funktion des Vitamins
Vitamin D ist wichtig

  • für den Kalziumstoffwechsel
  • für die Knochenbildung
  • zur Vorbeugung und Basistherapie der Atherosklerose

Wichtige Quellen von Vitamin D in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Vitamin D:

  • Fisch und Fischöl (insbesondere Heilbutt, Lachs,Thunfisch)
  • Leber
  • Eier, vor allem Eigelb
  • Milchprodukte (Vollfett- und Halbfettstufe)

Wann immer Sie Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel nehmen, sollten Sie sicher stellen, dass Sie auch genügend Kalzium zuführen.

Risikogruppen, bei denen Vitamin-D-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • an Magen-Darm-Erkrankungen leiden
  • Medikamente nehmen
  • sich dem Sonnenlicht kaum aussetzen
  • eine dunklere Haut habe

Mangelerscheinung: Osteomalazie (Knochenentkalkung), Rachitis (Störungen der Knochenbildung)

Vitamin E (Tokopherol)

Funktion des Vitamins
Vitamin E ist wichtig

  • als Antioxidans
  • für die Wundheilung
  • für die Blutgerinnung
  • bei Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wichtige Quellen von Vitamin E in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Vitamin E:

  • Getreidekerne
  • Pflanzenöle (insbesondere Sonnenblumenöl, Distelöl)
  • Nüsse
  • Eier (insbesondere Eigelb)
  • Soja
  • Milch und Milchprodukte

Risikogruppen, bei denen Vitamin-E-Mangel besonders häufig auftritt

  • Menschen, die an Magen-Darm-Erkrankungen leiden

Mangelerscheinung: unbekannt (bei Ratten Sterilität)

Folsäure

Funktion des Vitamins
Folsäure ist wichtig

  • für die Bildung der roten Blutkörperchen
  • für die Bildung der weißen Blutkörperchen
  • für die Bildung der Erbsubstanz
  • in der Schwangerschaft (Prävention von Neuralrohrdefekten)
  • In leichter Form als sog. Spina bifida (nicht vollkommener Schluss des Wirbelkanales am unteren Ende), bei schweren Formen sog. offener Rücken bis hin zu frei liegendem Gehirn des Neugeborenen.

Wichtige Quellen von Folsäure in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Folsäure:

  • Gemüse, insbesondere Salate
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse, Hülsenfrüchte
  • Fleisch, Fisch
  • Milchprodukte

Risikogruppen, bei denen Folsäuremangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • schwanger sind
  • „die Pille“ nehmen
  • an Magen-Darm-Erkrankungen leiden
  • übermäßig Alkohol konsumieren

Mangelerscheinung: Anämie (ähnlich wie bei B12-Mangel), Neuralrohrdefekt beim Embryo

Biotin (Vitamin H)

Funktion des Vitamins
Die wichtigsten Funktionen von Biotin im Stoffwechsel des Körpers sind:

  • Biokatalysator im Stoffwechsel vieler Zellen
  • Biotin ist auch an der Herstellung von Bildung von TransferRibonucleinsäure beteiligt (sog. messenger-RNA)

Wichtige Quellen von Biotin in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Biotin:

  • Leber, Niere
  • Eier, besonders Eigelb
  • Hefe
  • Naturreis
  • Soja

Biotin – Mangelerscheinungen

  • raue Haut
  • allgemeine Zeichen, die auf einen Biotin-Mangel hinweisen können sind: Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Muskelschmerzen

Vitamin K

Funktion des Vitamins
Die wichtigsten Funktionen von Vitamin K im Stoffwechsel des Körpers sind:

  • Vitamin K wird benötigt für die Herstellung des Gerinnungsstoffes Prothrombin, der für die optimale Gerinnungsfunktion des Blutes verantwortlich ist
  • Vitamin K ist auch an der Knochenbildung beteiligt
  • Eine weitere Funktion von Vitamin K liegt im Bereich des Zuckerstoffwechsels (es hilft die Glukose in die Speicherform Glykogen umzuwandeln)

Wichtige Quellen von Vitamin K in der Nahrung
Vitamin K ist in folgenden Nahrungsmitteln besonders angereichert:

  • Gemüse: Spargel, Brokkoli, Kohl, Spinat
  • Getreide, Soja
  • Leber, Eigelb

Mangelerscheinung: Störungen der Blutgerinnung

Vitaminähnliche Substanzen (Vitaminoide)

Als Vitaminoide bezeichnet man lebenswichtige Substanzen mit vitaminähnlichen Eigenschaften, die als Bestandteile der Nahrung aufgenommen werden, aber auch vom Körper selbst hergestellt werden können.

Beta-Carotin (Provitamin A) und Carotinoide

Es sind ca. 500 unterschiedliche „Carotinoide“ bekannt, die alle chemisch untereinander ähnlich sind. Ungefähr 10-15 von diesen Carotinoiden können zumindest teilweise im menschlichen Organismus in Vitamin A umgewandelt werden. Diese bezeichnet man auch als Provitamine A.

Natürliche Vorkommen: Carotinoide einschließlich Beta-Carotin sind vor allem in frischen Früchten und Gemüse enthalten.

Carnitin

Carnitin ist ein den Aminosäuren ähnlicher Stoff. Das natürliche Carnitin ist das sog. L-Carnitin.

Der menschliche Organismus kann Carnitin aus den Aminosäuren Lysin und Methionin selbst herstellen. Carnitin wird im menschlichen Organismus für den Abbau der Fette benötigt. Carnitin transportiert – verkürzt ausgedrückt – die Fettsäuren ins Mitochondrium. Ohne ausreichend Carnitin können daher die Fettsäuren das Innere der Mitochondrien, das Kraftwerk der Zelle, nicht erreichen.

Der Brennstoff Fett kann dann, obwohl ausreichend vorhanden, nicht verbrannt werden. Carnitin fördert zudem den Abtransport toxischer Stoffe aus den Mitochondrien. Carnitin ist daher von entscheidender Bedeutung für die Energiegewinnung aus der Fettverbrennung. Der menschliche Organismus enthält ca. 20 g Carnitin. Dieser hohe Carnitinvorrat zeigt seine Wichtigkeit an.

Ubichinon (Coenzym Q10)

Von der chemischen Struktur her ist Ubichinon ähnlich aufgebaut wie die Vitamine E und K. Wie diese Vitamine ist Ubichinon fettlöslich und wasserunlöslich.

Ubichinon ist ein lebenswichtiger Bestandteil der Mitochondrien in den Zellen und spielt als Coenzym eine Schlüsselrolle in der Atmungskette für verschiedene Elektronen-Transportsysteme und in der Bildung des Hauptenergieträgers der Zelle, dem Adenosintriphosphat (ATP). Eine wichtige Aufgabe des Ubichinons ist seine Funktion als Antioxidans (Radikalfänger) im Fettgewebe. Hier unterstützt es die Wirkung von Vitamin E als Radikalfänger.

Aminosäuren

Das menschliche Eiweiß ist aus insgesamt 20 Aminosäuren aufgebaut. Acht dieser Aminosäuren müssen jedoch mit der Nahrung zugeführt werden und sind daher lebensnotwendig (essenziell).

Essenzielle Aminosäuren: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin

Semi-essenzielle Aminosäuren: Arginin, Histidin, Tyrosin, Cystin/Cystein

Nicht-essenzielle Aminosäuren: Alanin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glykokoll (Glycin), Serin, Prolin, Hydroxyprolin

Exkurs: Tryptophan als Schlafmittel

Eine hohe Dosierung von Tryptophan erhöht im Gehirn die „Schlafsubstanz“ Serotonin. Tryptophan wird daher in hohen Dosierungen als Schlafmittel, bzw. gegen Depressionen eingesetzt. Tryptophan ist als Arzneimittel gegen Schlafstörungen und Depressionen verschreibungspflichtig erhältlich.

Sekundäre Pflanzenstoffe

  • Carotinoide
  • Phytosterine
  • Glucosinolate
  • Flavonoide
  • Protease-Inhibitoren
  • Monoterpene
  • Phytoöstrogene
  • Sulfide

Exkurs Mineralien und Spurenelemente

Kommen in der Natur in aller Regel als Salze vor. Die Aufspaltung erfolgt bis in die Ebene der Atome. Diese Atome können unterschiedliche elektrische Ladungen haben und sind für Stoffwechselvorgänge wichtig.

Konkret lassen Mineralien und Spurenelemente Stoffwechselvorgänge beschleunigt ablaufen.

Von einigen Elementen, wie z. B. Kalzium, Magnesium, Natrium, Chlorid, benötigen wir mehr als von z. B. Kalium, Jod, Eisen und Kupfer. Wieder andere werden nur in Spuren gebraucht, deshalb auch ihre Bezeichnung als Spurenelemente. Einige dieser Spurenelemente sind Jod, Eisen, Kupfer, Kobald, Chrom, Zink, Mangan, Molybdän, Fluor, Bor und Selen.

Pflanzen ziehen diese Mineralien direkt aus dem Erdboden.

Mineralien (Mengenelemente)

Kalzium

Stoffwechselfunktion
Kalzium ist wichtig:

  • für den Knochen- und Zahnaufbau
  • für die normale Muskelfunktion
  • für die Blutgerinnung
  • vermittelt die Synthese und Freisetzung von Neurotransmittern

Wichtige Quellen von Kalzium in Nahrungsmitteln
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Kalzium:

  • Milch
  • Käse
  • Gemüse (Kohl, Spinat und Bohnen)
  • Nüsse, Mandeln

Kalziummangel-Risikogruppen Menschen, die

  • an Magen-Darm-Erkrankungen leiden
  • einen Vitamin-D-Mangel haben
  • schwanger sind oder stillen

Mangelerscheinungen, -situationen

  • Muskelkrämpfe: Kribbeln, „Einschlafen der Beine“
  • Störung der Blutgerinnung:
  • Bei langzeitigem Kalziummangel kommt es zu Knochenmissgestaltung und verzögertem Wachstum.
  • Eines der wichtigsten Zeichen von Kalziummangel ist die Osteoporose (Knochenschwäche).
  • Schwangerschaft: Das Wachstum des Kindes im Mutterleib entzieht der Mutter insbesondere auch Kalzium, das für den Aufbau des Knochenskeletts des Kindes benötigt wird. Gleiches gilt auch für die Stillzeit, da in der Muttermilch viel Kalzium enthalten ist.

Kalium

Kalium ist das wichtigste positiv geladene elektrische Teilchen im Innern jeder Zelle.

Stoffwechselfunktion
K ist wichtig

  • für den Energiegewinn im Zellstoffwechsel
  • für die normale Herz-und Muskeltätigkeit
  • für die Weiterleitung von Nervenimpulsen

Wichtige Quellen von Kalium in Nahrungsmitteln Die wichtigsten Quellen von Kalium sind:

  • Obst, vor allem Bananen, Aprikosen, Avocados
  • Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte
  • Fleischprodukte und Fisch

Kaliummangel-Risikogruppen Menschen, die

  • an Niereninsuffizienz leiden
  • Dialyse-Patienten sind
  • Diuretika nehmen

Mangelerscheinungen:
Zeichen von Kaliummangel können sein

  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Verdauungsstörungen (sowohl Durchfall, als auch Verstopfung)
  • Muskelschwäche und verminderte Muskelreflexe

Natrium

Stoffwechselfunktion
Natrium ist wichtig

  • für das Gleichgewicht zwischen den Körperflüssigkeiten
  • Hauption des Extrazellularraumes, das wesentlich zur Aufrechterhaltung der Wasserbilanz benötigt wird
  • für die Produktion von Magensäure
  • für die Muskelkontraktion
  • für die Weiterleitung von Nervenimpulsen

Wichtige Quellen von Natrium in Nahrungsmitteln

  • Speisesalz
  • Milch
  • Gemüse
  • verschiedene Fleischsorten

Diese Produkte liefern bereits von Natur aus viel Natrium.

Natriummangel-Risikogruppen
Menschen, die

  • schnell transpirieren
  • an starker, langwieriger Diarrhöe leiden

Natriummangel kommt nur selten vor, da viele Speisen der täglichen Nahrung Natrium in Form von Salz (Natriumchlorid) enthalten.

Mangelerscheinungen

  • Austrocknung
  • Muskelschwäche
  • Appetitlosigkeit

Magnesium

Ein weiteres wichtiges Mineral, was wir in hohen Mengen zuführen müssen, ist Magnesium.

Stoffwechselfunktionen
Magnesium ist wichtig

  • für die reibungslose Muskelfunktion
  • für den Blutdruck (senkt erhöhten Blutdruck)
  • für den Herzrhythmus
  • für das Funktionieren vieler Enzyme

Wichtige Quellen von Magnesium in Nahrungsmitteln
Folgende Nahrungsmittel haben einen erhöhten Magnesium- Gehalt:

  • Obst: Bananen, Aprikosen, Grapefruit
  • Gemüse, Soja
  • Fleisch und Fisch
  • Milch und Milchprodukte

Magnesiummangel-Risikogruppen Menschen, die

  • an Magen-Darm-Erkrankungen leiden
  • schwanger sind
  • Dialyse-Patienten sind
  • Diuretika nehmen

Mangelerscheinungen

  • Zittern, Krämpfe bis zu spastischen Muskelbewegungen.
  • hoher Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen

Spurenelemente

Aufgrund des geringen Tagesbedarfs macht sich Mangel an einem essenziellen Spurenelement erst allmählich und mit zum Teil uncharakteristischen Symptomen bemerkbar.

Eisen

Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff, von dem der Körper in der Leber und Milz einen gewissen Vorrat anlegen kann.

Eisen ist wichtig

  • für die Bildung der Erythrozyten (Fe ist Bestandteil des Hämoglobins)
  • für den Muskelstoffwechsel (Myoglobin)
  • für das Immunsystem

Wichtige Quellen von Eisen in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Eisen:

  • Gemüse, grünes Blattgemüse, Rote Beete, Kresse
  • Fleisch, insbesondere Leber
  • Fisch
  • Eier
  • Volkorngetreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse

Risikogruppen, bei denen Eisen-Mangel besonders häufig auftritt
Menschen, die

  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt haben
  • bei denen die Aufnahme von Eisen gestört ist
  • Frauen im gebärfähigen Alter

Mangelerscheinung

  • Blutarmut (Anämie)
  • Infektanfälligkeit
  • Störungen im Bereich der Muskulatur

Zink

Zink ist an zahlreichen Enzymsystemen als Hilfsfaktor (Coenzym) beteiligt.

Wichtige Quellen von Zink in der Nahrung Wichtigste natürliche Quellen von Zink sind:

  • Gemüse
  • Getreideprodukte
  • Fleisch
  • Milchprodukte

Mangelerscheinung

Zinkmangel kann zu Wachstumsstörungen, Wundheilungsstörungen, Haarausfall,erhöhter Infektanfälligkeit und Hauterkrankungen führen.

Jod

Jod wird für die Produktion der Schildrüsenhormone benötigt.
Wichtige Quellen von Jod in der Nahrung

  • Fisch
  • Fleisch
  • Milch
  • Weizen
  • Salat
  • jodiertes Speisesalz

Mangelerscheinung

Kropf (sehr häufig), seltener Schilddrüsenunterfunktion

Selen

Selen ist ein wichtiges Antioxidans und schützt vor der schädigenden Wirkung von freien Radikalen, ähnlich wie antioxidative Vitamine.

Wichtige Quellen von Selen in der Nahrung sind:

  • Gemüse jeglicher Art, insbesondere
  • Brokkoli
  • Zwiebeln
  • aber auch Getreideprodukte
  • sowie Fisch

Mangelerscheinung

Abwehrschwäche (statistisch häufiger und früher Erkrankung an Krebs), Herzmuskelerkrankungen

Kupfer

Kupfer ist wichtig

  • für die Bildung von Kollagen in der Gefäßwand
  • für die Eisenresorption und somit für die Erythrozytenbildung
  • für die Funktion von verschiedenen Enzymen (Oxidasen)

Wichtige Quellen von Kupfer in der Nahrung
Folgende Nahrungsmittel haben einen relativ hohen Gehalt an Kupfer

  • Nüsse
  • Getreide
  • Gemüse und Obst
  • Leber
  • Schalentiere wie z.B. Austern

Risikogruppen, bei denen Kupfer-Mangel besonders häufig auftritt

Bei Erwachsenen sind keine Risikogruppen bekannt, bei Kindern im Falle von Unterernährung.

Mangelerscheinung

Anämie durch Störung der Eisenresorption, Störung der Kollagensynthese

Kobalt

Stoffwechselfunktionen von Kobalt Kobalt ist ein Bestandteil von Vitamin B12.

Wichtige Quellen von Kobalt in der Nahrung

  • Getreide
  • Hülsenfrüchte

Mangelerscheinung: sog. makrozytäre (=großzellige) Anämie bzw. perniziöse Anämie

Mangan

Das Spurenelement Mangan ist ein wichtiger Hilfsfaktor für BioKatalysatoren. Zum Beispiel aktiviert es Enzyme, die am Stoffwechsel der Kohlenhydrate und am Stoffwechsel der Moleküle der Erbinformationen (DNS) beteiligt sind.

Wichtige Quellen von Mangan in der Nahrung

  • Avocados
  • Nüsse
  • Getreideprodukte
  • Erbsen
  • Petersilie
  • und anderes Gemüse

Mangelerscheinung

Schwerer und langzeitiger Mangan-Mangel führt zu Wachstumshemmungen, Unfruchtbarkeit und anderen schweren Störungen.

Molybdän

Das Spurenelement Molybden ist Bestandteil vieler enzymatischer Reaktionen im Stoffwechsel der Zelle (z.B. beim Enzym XanthinOxidase).

Wichtige Quellen von Molybdän in der Nahrung

  • Getreide jeglicher Art
  • sowie Gemüse
  • insbesondere Erbsen
  • Spinat und
  • andere Blattgemüse

Mangelerscheinung unbekannt

Chrom

Chrom spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel, insbesondere im Zusammenspiel zwischen Zucker- und dem Insulin-Haushalt. Eine Minderversorgung mit diesem Spurenelement könnte in den meisten Industrieländern mit ein Grund sein, dass die Diabeteskrankheit sich nach wie vor weiter ausbreitet.

Es gibt Hinweise, dass bei manchen Menschen der Drang nach Süßem durch einen Chrommangel auftritt und umgekehrt bei Ergänzung gehemmt wird.

Wichtige Quellen von Chrom in der Nahrung sind:

  • Getreide und Naturreis
  • Käse und Milchprodukte
  • Fleisch sowie Bierhefe

Enzyme

Enzyme sind Biokatalysatoren. Sie sind hochmolekulare Eiweißstoffe (Proteine), die chemische Reaktionen beschleunigen, indem sie die Aktivierungsenergie herabsetzen und so den Reaktionsablauf in einem Organismus erst ermöglichen.

Die chemische Substanz, die ein Enzym umsetzt, wird als Substrat bezeichnet. Enzyme weisen eine zum Teil hohe Substratspezifität auf, d. h., sie setzen nur ein einziges Substrat um (Schlüssel-Schloss-Beziehung). Häufig wird auch ein Co-Enzym benötigt.

Proteinasen oder Proteasen

Von den vielen tausend Enzymen des Körpers ist vor allem die Enzymgruppe der sog. Proteasen medizinisch und prophylaktisch von Bedeutung. Diese proteolytischen (=Eiweiß spaltenden) Enzyme spalten Aminosäureketten bzw. Eiweißmoleküle.

Dazu muss gewährleistet sein, dass die Aminosäurekette mit den entsprechenden Aminosäuren an das aktive Zentrum der Protease angelagert werden kann. Diese Substratspezifität wird – dem Schlüssel-Schloss-Prinzip folgend – durch die räumliche Struktur der Protease und des Substrats bestimmt.

Neben ihren spezifischen Aufgaben im Organismus, innerhalb verschiedener physiologischer Funktionssysteme (z.B. Gerinnung, Fibrinolyse, Komplementsystem), nehmen alle Proteinasen noch vielfältige andere Funktionen im Körper wahr. Das komplizierte System im Blut aus Antiproteinasen und Proteinasen bildet eine lebensnotwendige homöostatische Größe, die sog. proteolytische Serumaktivität

Medizinisch und prophylatisch verwendet werden vor allem die pflanzlichen Enzyme Bromelain und Papain und die tierischen Enzyme Trypsin und Chymotrypsin. Diese Enzyme haben scheinbar folgende gut erforschte Eigenschaften:

  • Proteolytische Enzyme wirken entzündungshemmend und abschwellend
  • Proteolytische Enzyme verbessern die Fließeigenschaften des Blutes
  • Proteolytische Enzyme unterstützen den Abbau pathogener Immunkomplexe
  • Proteolytische Enzyme wirken regulierend auf das Immunsystem
    • durch Veränderung der Rezeptoren der Zeltoberfläche
  • Rezeptormodulation
    • durch Erhöhung der Aktivität der Abwehrzellen
  • Proteolytische Enzyme erhöhen die Gewebedurchlässigkeit für Antibiotika
  • Proteolytische Enzyme beschleunigen die Heilung

Durch die Gabe von proteolytischen Enzymen erhöht sich die sog. proteolytische Serumaktivität (PSA) messbar.

Mäßig betriebener, täglicher Sport führt zu einer signifikanten Erhöhung der PSA. Es liegt nahe, dass die gleichzeitig messbare Verbesserung der Immunfunktion damit in Zusammenhang steht.

Viele unangenehme Erkrankungen entstehen durch sog. pathogene Immunkomplexe, die auch im Blut zirkulieren können. Dem pathologischen Potenzial begegnen hier die proteolytischen Enzyme, die diese Komplexe spalten.

Die Amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) stufte die „Systemische Enzymgabe“ als „GRAS“ (generally recognized as safe) ein. Dies bedeutet, dass die Systemische Enzymgabe hinsichtlich ihrer Sicherheit mit Lebensmitteln gleichgestellt ist. Die einmalige, wiederholte oder langzeitige Einnahme löst scheinbar keine gravierenden Toxizitätserscheinungen bzw. Nebenwirkungen aus.

Lächelnder Mann mit dunklem Haar und Bart, kariertes Hemd, bunter abstrakter Blumen- und Sternenhintergrund

Sebastian Schertel

Ein sehr kreativer Mensch, der Freude an Rasen mähen, Tai Chi und schlechten Witzen hat. Gesundheitswissenschaftler (B. Sc.), Hypnotiseur und Problemlöser.

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